Wie Du mehr in kürzerer Zeit erledigen kannst

Wie Du mehr in kürzerer Zeit erledigen kannst

Hast du auch schon einmal den ganzen Tag gearbeitet, aber am Ende, nach mindestens acht Stunden am Schreibtisch, hast du nichts wirklich produktives vorzuweisen? Wie ist das überhaupt möglich? Und wie lässt sich das beheben?

Indem Du etwas Unerwartetes tust: weniger arbeiten.

Es klingt absurt, aber weniger zu arbeiten kann deine Produktivität steigern. Wenn mehr Anforderungen an uns gestellt werden und unser Leben “belebter” wird, kompensieren wir das oft durch härtere und längere Arbeit. Stattdessen brauchen wir ein intelligenteres System, das es uns ermöglicht, mehr Arbeit pro Stunde zu erledigen. Um das zu erreichen, müssen wir die Aktivität entfernen, die unseren Geist trübt und uns verlangsamt: Multitasking.

Das menschliche Gehirn ist nicht für Multitasking ausgelegt

Bitte jemanden, schnell in einer geraden Linie zu gehen und eine schwierige mathematische Aufgabe zu lösen; seine Gehgeschwindigkeit wird sich verlangsamen, während er versucht, die Antwort zu berechnen.

Wenn wir zwei Dinge gleichzeitig tun, ist unser Gehirn “kontextabhängig“. Wenn wir aufhören, Aufgabe 1 zu erledigen, um Aufgabe 2 zu beginnen, müssen wir uns gedanklich ein Lesezeichen setzen, was wir getan haben und wohin wir wieder zurückkommen sollen, nachdem wir Aufgabe 2 beendet haben, um Aufgabe 1 erneut zu beginnen. Diese verwirrende Kette von Ereignissen wird “Kontextwechsel” genannt – und genau wie bei einem Computer verlangsamt sich unser Gehirn, wenn wir ihm mehrere Befehle auf einmal geben.

Viele Menschen leben in einem “gemischten Modus” – sie sind nicht voll auf die Arbeit konzentriert, aber sie sind auch nicht ganz ausgeschaltet. Das verlangsamt sie, brennt sie aus und entzieht ihnen die gesamte Energie.

Erkennst du dich hier wieder?

Anzeichen dafür, dass Du im gemischten Modus feststeckst:

  1. Du arbeitest, bis Du abgelenkt bist. Du arbeitest an einer Aufgabe, bis Du abgelenkt bist, dann beginnst Du eine neue Aufgabe, bis deine Aufmerksamkeit wieder abgelenkt ist. Du hast Schwierigkeiten, dich zu konzentrieren.
  2. Du bist immer multitaskingfähig und trennst die Verbindung nie ganz. Du bist bei einem geselligen Abendessen, aber Du redest über die Arbeit, oder Du bist zu Hause bei deiner Familie, aber Du checkst ständig deine E-Mails. Du entspannst und erholst dich nie vollständig, so dass Du dich die ganze Zeit müde fühlst.
  3. Du machst keine Pausen. Du neigst dazu, an Aufgaben zu arbeiten, bis sie zu 100 Prozent erledigt sind. Indem Du die mentalen Hinweise, die du für eine Pause brauchst, ignorierst, lässt deine mentale Energie schneller nach. Wenn deine Konzentration nachlässt, fehlt dir die Energie für einen Neustart, so dass du im gemischten Modus stecken bleibst.

In unseren Körper sind natürliche Zyklen von “Arbeit und Ruhe” eingebaut. Ein Läufer, der ohne Ruhe läuft, schädigt seinen Körper, aber ein Läufer, der sich zu sehr ausruht, wird schwach. Die Lösung? Laufen und ein wenig Stress für den Körper verursachen, dann eine Ruhephase einlegen, in der sich der Körper erholt und stärker wird.

Lege Pausen ein

Das Geheimnis der persönlichen Leistungsfähigkeit liegt darin, auf ähnliche Weise zu arbeiten. Wenn Du ohne Pausen arbeitst, wirstdu mental und körperlich ausbrennen. Wenn du jedoch zu oft den Stecker ziehst, wird deine Leistung nachlassen. Um deine Leistung zu maximieren, musst du also deine Arbeitszeit in 90-Minuten-Blöcken konzentrieren (“Fokus-Modus“) und anschließend 30-minütige Pausen einlegen (“Stop-Modus“).

Du solltest versuchen, deinen ersten “Fokus-Modus” so früh am Tag abzuschließen. Als Nächstes steht dein erster “Stop-Modus” an – ein 30-minütiger Zeitraum, in dem du völlig von der Arbeit abgekoppelt bist. Es geht darum, den Gang zu wechseln, den Modus zu wechseln. Also entferne dich von deinem Schreibtisch. Denke nicht einmal an die Arbeit. Ziehe den Stecker und entspanne dich. Wenn du zu deiner Arbeit zurückkommst, solltest du dich wieder aufgeladen fühlen.

Wenn du den “Fokus-Modus” viermal am Tag laufen lässt, hast du sechs feste Arbeitsstunden hinter dir, was für dich viel besser ist als acht Stunden am Stück zu arbeiten. Und es ist auf jeden Fall besser als acht Stunden am Stück im “gemischten Modus” zu arbeiten.

Deine Gedanken werden sich klarer anfühlen, weil du konzentriert bist. Du wirst dich energischer fühlen, weil du deine Energie nicht mehr im “gemischten Modus” verschwendest. Und du wirst mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen können.